Der am häufigsten verwendete Schutz vor Korrosion sind Beschichtungssysteme: Sie finden in allen Bereichen ihre Anwendung: von A wie Airless bis Z wie Zwischenbeschichtung. Dabei besteht generell der Anspruch einer höheren Lebensdauer und Werterhaltung.

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Oberflächen

Oberflächen, auf die eine Beschichtung oder ein Überzug aufgebracht werden soll, können sehr vielfältig sein.

Beispiele für Oberflächen sind:

  • Unbeschichtete Oberflächen Zink oder Aluminium
  • Oberflächen mit Überzüge aus
  • Feuerverzinkte Oberflächen
  • Oberflächen mit Fertigungsbeschichtungen
  • Beschichtete Oberflächen

Die Haftfestigkeit einer Beschichtung hängt in starkem Maße von der Oberflächenvorbereitung ab. Die Oberfläche und deren Vorbereitung haben starken Einfluss auf die Lebensdauer des Systems. Art und Intensität der Oberflächenvorbereitung müssen dem Ausgangszustand, dem Beschichtungssystem und dem zukünftigen Einsatzgebiet angepasst werden. Mangelnde Haftung kann zur Blasenbildung und zu An-, Unter- und Durchrostung führen, was das Versagen des Beschichtungssystems zur Folge haben kann.

Das hochwertigste Beschichtungssystem versagt auf unzureichend gereinigten oder vorbereiteten Oberflächen. Art und Intensität der Oberflächenvorbereitung müssen dem Ausgangszustand, dem Beschichtungssystem und dem zukünftigen Einsatzgebiet angepasst werden.

Oberflächenverunreinigungen

Stahloberflächen können mit haftungsmindernden und korrosionsfördernden Verunreinigungen belegt sein, wobei zwischen arteigenen und artfremden Verunreinigungen zu unterscheiden ist.

Arteigene Schichten auf Stahl sind Zunder (oder Walzhaut) und Rost.

Arteigene Schichten auf Verzinkungen sind Zinkoxide oder andere Zinksalze.

Typische artfremde Verunreinigungen sind Öle, Fette, Wachse und Salze.

Die Haftung und die Beständigkeit eines Beschichtungssystems hängen in sehr starkem Masse davon ab, wie sorgfältig Verunreinigungen entfernt wurden.

Oberflächenvorbereitung (abtragend)

In der DIN EN ISO 12944-4 „Arten von Oberflächen und Oberflächenvorbereitung“ ist die Oberflächenvorbereitung, also das Entfernen von Oberflächenverunreinigungen und das Aufrauen der Oberfläche vor der Beschichtung, erläutert. Die Norm ist anwendbar auf Bauten aus unlegiertem und niedriglegiertem Stahl mit

  • unbeschichteten oder beschichteten Oberflächen sowie
  • metallischen Überzügen

Oberflächenvorbereitungsgrade

Ziel der Oberflächenvorbereitung von Stahlbauteilen ist es, Stoffe, die sich nachteilig auf die Haftung und die Schutzdauer von Korrosionsschutzsystemen auswirken, zuverlässig zu entfernen und den hinsichtlich Reinheit, Rauheit und Oberflächenprofil geforderten Vorbereitungsgrad zu erreichen.

Allgemein wird zwischen partieller und vollflächiger Oberflächenvorbereitung unterschieden.

Die Oberflächenvorbereitungsgrade werden in der DIN EN ISO 8501-1 durch fotografische Vergleichsmuster beschrieben. Zudem befasst sich der Teil 4 der DIN EN ISO 12944 mit der Oberflächenvorbereitung.

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